TED Talk: The riddle of experience vs. memory

Wissenschaft & Technik 2 Kommentare »

Großartiger Vortrag von Daniel Kahneman! Unbedingt angucken, wer sich auch nur ein klitzekleines Stückchen für “Happiness Research” interessiert.

Using examples from vacations to colonoscopies, Nobel laureate and founder of behavioral economics Daniel Kahneman reveals how our “experiencing selves” and our “remembering selves” perceive happiness differently. This new insight has profound implications for economics, public policy — and our own self-awareness.

An meiner absoluten Lieblingsstelle sagt Daniel Kahneman in etwa folgendes:

  • Wir wählen nicht zwischen “experiences” (sorry, hat jemand eine treffende Übersetzung, die irgendwo zwischen “Erlebnissen” und “Empfindungen” liegt?) — wir wählen zwischen Erinnerungen an “experiences”.
  • Und: Wir denken an unsere Zukunft nicht in Form von “experiences”, sondern:

We think of the future as anticipated memories.

HDTV: Blacklist und Puder

Wissenschaft & Technik Kein Kommentar »

Ich habe gelernt, dass es “HDTV-Puder” gibt.

HDTV (engl. für hochauflösendes Fernsehen) ist nicht nur vorteilhaft — besonders für Schauspieler, Moderatoren und alle anderen Menschen vor der Kamera. Hautunreinheiten werden plötzlich ganz unbarmherzig sichtbar.

Für Schauspieler mit Hautproblemen ein großes Ärgernis, insbesondere weil es (angeblich) eine Liste der HDTV-ungeeigneten Darsteller gibt. Folge: Einbruch der “Buchungen”.

Die Maske ist auf jeden Fall mehr denn je zuvor gefragt und macht nichts anderes, als das scharfe Bild wieder weichzuzeichnen! Na, toll.

Mehr zum Thema:

Brochureware

Internet, Unnützes Wissen, Wissenschaft & Technik Kein Kommentar »

Ich habe gelernt, wie Websites heißen, die selten aktualisiert werden, meist eine direkte Übertragung von Inhalten aus bestehendem Printmaterial darstellen und die Möglichkeiten des Web echt schlecht nutzen…

Nicht dass dieser Begriff üblich wäre, aber immerhin, ich könnte ihn jetzt nutzen. Und niemand würde mich verstehen.

Brochureware

Autos malen

Wissenschaft & Technik Kein Kommentar »

Schon ein bisschen älter, aber in Zeiten klemmender Pedale von ganz neuer Brisanz?

Nicht nur Bäume können malen. Auch der Toyota iQ hat’s drauf.

iQ font – When driving becomes writing / Full making of from wireless on Vimeo.

via fontblog

stonehenge.us

Computer und Web, Wissen, Wissenschaft & Technik Kein Kommentar »

Georgia Guidestones
Heute habe ich gelernt, dass die Georgia Guidestones eine Art modernes, amerikanisches Stonehenge sind. Der Urheber des Monuments ist unbekannt. Die Granitsteine mit ihren in acht Sprachen verfassten Inschriften existieren bereits seit 1978.

Norman’s Law II: Comfort Noise

Wissenschaft & Technik Kein Kommentar »

People complained about noisy telephone circuits, so we went to great effort to make it completely silent, and then they complained about that. People complain about the noise when it is there and about the silence when it’s not. We can’t win.

Worum geht’s? Darum, dass es früher beim Telefonieren immer in der Leitung rauschte. Mit dem technischen Fortschritt konnte das Rauschen immer weiter reduziert werden. Heute kann man ohne jegliche “Störgeräusche” telefonieren. Aber das fühlt sich komisch an. Mir geht es immer häufiger so, dass ich denke, die Leitung sei tot: “Hallo, bist du noch da?” habe ich früher nie gefragt. Neuerdings muss ich mich immer häufiger rückversichern.

Wenn nun, um dieses Gefühl der toten Leitung nicht aufkommen zu lassen, den Telefonaten wieder künstlich Geräusche “beigemischt” werden, nennen die Techniker diese Geräusche “comfort noise”. Wieder was gelernt. Auch, dass das neue Rauschen das Nicken des anderen ist:

You know, when you talk to someone, you expect them to listen, and to show that by nodding, saying “yes” or “umm,” or doing something to show they are still alive, still listening. What’s this “comfort” stuff? It’s not comfort-it’s essential.

Wie wahr.

Nochmal der Hinweis auf dieses grandiose Essay People Are From Earth, Machines Are From Outer Space

iPod Touch Bildschirmsperre

Gadgets, Wissenschaft & Technik 1 Kommentar »

Ich habe (endlich) gelernt, wie man beim iPod Touch die Lautstärke regeln kann, ohne die Sperre durch Eingabe seines Codes entriegeln zu müssen. Man drücke bei aktivem Bildschirm einfach zweimal schnell hintereinander auf die “Home”-Taste. Das ist wie ein Doppelklick. Es erscheint ein Menü mit den Knöpfen “Pause”, “Zurück” und “Weiter” sowie mit einer Lautstärkeregelung. Toll.

Norman’s Law

Computer und Web, Wissenschaft & Technik Kein Kommentar »

The number of hours per day spent maintaining our equipment doubles every 18 months.

Im wunderschönen Essay “People Are From Earth, Machines Are From Outer Space” habe ich die obige Regel gelernt.

Die logische Schlussfolgerung ist erschreckend: Jeder von uns wird bald 32 Stunden pro Tag (sic!) damit beschäftigt sein, seine technische Ausrüstung zu warten.

Wenn sich die Anzahl der Stunden pro Tag insgesamt ausdehnt, wäre das okay für mich ;)

Dock und Tide

Wissenschaft & Technik Kein Kommentar »

Ich habe gelernt, was ein Dockhafen ist — ein Schleusenhafen und damit das Gegenst?ck zum Tidehafen.:

Wenn [die Seeh?fen] in einer Region mit Gezeiten liegen, sind sie entweder als Tidehafen (zum Meer hin offen) oder als Schleusenhafen (vom Meer durch Schleusen abgetrennt) angelegt.

Wusste ich nicht! Wieder was gelernt.

In Hamburg sollte ?brigens nach Pl?nen von William Lindley zun?chst ein Dockhafen entstehen. Es kam dann anders.

Warum ist der Himmel nachts dunkel?

Wissenschaft & Technik 4 Kommentare »

Ich erlaube mir eine “Zuschrift” per E-Mail einfach mal — weil so sch?n geschrieben — zu kopieren und 1:1 zu ver?ffentlichen. Die Ehre geb?hrt dem Schreiber Marc, der Dank Jan:

Die Erkenntnis, dass das Universum, in dem wir leben, nicht ewig und unver?nderlich ist, sondern im Gegenteil permanent Ver?nderungen unterworfen ist und – dies eine der verbl?ffendsten Erkenntnisse! – einen Anfang hatte, folglich also nicht unendlich und unerschaffen sein kann, geh?rt zu den Meilensteinen der modernen Kosmologie. Dieser Artikel soll sich jedoch nicht mit dieser in den 1920er Jahren von Edwin Hubble gemachten Entdeckung besch?ftigen, sondern mit einer unmittelbaren Konsequenz daraus. Aber was hat denn die Titelfrage mit der Endlichkeit des Universums zu tun?

Diese Frage wurde erstmals zu einer Zeit gestellt, in der man noch von der Unendlichkeit des Universums in Raum und Zeit ?berzeugt war. Sie zielt auf den Umstand ab, dass der Himmel des nachts trotz einer angenommenen unendlichen Anzahl von Sternen in einem potentiell unendlichen Universum eigentlich hell erleuchtet sein m?sste. Sie geh?rt gleichzeitig zu den klassischen Paradoxien der modernen Kosmologie und wurde in dieser Form zuerst von einem gewissen Dr. Wilhelm Olbers (ein Zeitgenosse Napoleons I.), einem Bremer Arzt und begabten Hobbyastronom, formuliert und auch beantwortet.

Nehmen wir nun einmal (wider besseren Wissens) an, das Universum sei tats?chlich unendlich gro?, mit unendlichen vielen Sternen erf?llt und bestehe seit Ewigkeiten. Tats?chlich m?sste der Nachthimmel in einem solchen Universum hell erleuchtet sein, da jede Sichtlinie innerhalb dieses Universums an einem Punkt enden w?rde, hinter dem unendlich viele Sterne l?gen, die folglich also eine unendliche Helligkeit erzeugen m?ssten. Der Nachthimmel ?ber der Erde eines solchen Kosmos w?re glei?end hell wie die Sonnenoberfl?che! Dies ist jedoch im Experiment nicht zu beobachten, wie sich jeder selbst ?berzeugen kann: der Nachtimmel ist nun einmal dunkel.

Postuliert man dann aufgrund dieses Umstands, dass das Universum – wiewohl unendlich in seiner r?umlichen und zeitlichen Ausdehnung – nicht beliebig transparent ist und die Sternenstrahlung etwa durch Staubwolken absorbiert wird, bleibt das Paradoxon bestehen, denn: ein in der Zeit unendliches Universum m?sste jede noch so dunkle Staubwolke innerhalb einer unendlichen Zeit soweit aufgeheizt haben, dass diese Staubwolke ebenfalls hell wie die Sterne gl?hen w?rde. Auch dies ist in der Natur nicht zu beobachten.

Olbers selbst l?ste das R?tsel, indem er zeigen konnte, dass die Pr?misse – ein unendliches Universum – falsch sein musste. Damit begr?ndete er nicht nur die moderne kosmologische Anschauung eines endlichen Kosmos, sondern widersprach damit sogar dem gro?en Philosophen und Kosmologen Immanuel Kant, der mit seiner 1755 erschienenen Schrift Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels eben die Unendlichkeit des Kosmos annahm (und darin, nebenbei bemerkt, zudem eine noch heute g?ltige Theorie zur Entstehung von Planetensystemen geliefert hatte).

Die Olberssche L?sung basiert auf der einfach nachzuvollziehenden ?berlegung, dass die Strahlungsintensit?t eines Sterns zwar zum Quadrat der Entfernung abnimmt, gleichzeitig aber die Anzahl der Sterne in einem unendlichen und mit unendlich vielen (ann?hernd gleichverteilten) Sternen gef?llten Universum mit der Entfernung zunimmt. Dieser Effekt l?sst sich quantitativ beschreiben.

Gegeben sei eine Kugel um die Erde mit einem Radius r = 10 LJ (Lichtjahren). Innerhalb dieser Kugel befinden sich nun n Sterne. Verdoppelt man den Kugelradius (r = 20 LJ), so nimmt die Leuchtkraft dieser n Sterne auf der Kugeloberfl?che auf 1/4 ab, jedoch befinden sich in einer Kugel mit einem Radius von 20 Lichtjahren nicht mehr nur n Sterne, sondern n3 Sterne, da das Kugelvolumen in Abh?ngigkeit vom Radius zur dritten Potenz, die Kugeloberfl?che (auf die das abgestrahlte Licht auftrifft) hingegen nur zur zweiten Potenz anw?chst. Die neu hinzugekommenen Sterne strahlen nun zus?tzlich zu den ersten n Sternen. Olbers rechnete aus, dass es eine Grenzentfernung rlimit gibt, ab der die hinzukommenden Sterne die Strahlungsverluste der alten Sterne durch Vergr??erung der Entfernung ?berkompensieren. Diese Entfernung liegt etwa bei rlimit = 1020 Lichtjahren. Damit der Himmel nachts nicht hell erleuchtet ist, muss das Universum also bedeutend kleiner sein als diese Grenzentfernung, was in der Tat auch zutrifft.

Dass der Himmel nachts dunkel ist, ist also ein f?r Jedermann unmittelbar einsichtiger und sofort nachpr?fbarer Beweis, dass unser Universum sowohl im Raum als auch in der Zeit endlich sein muss.

Literaturhinweis:

Vgl. Hoimar v. Ditfurth, Im Anfang war der Wasserstoff, S.24ff., Deutscher Taschenbuch Verlag, Mai 1981, ISBN 3-455-08854-6

Dem an der Geschichte der Kosmologie interessierten Leser sei ferner zur Lekt?re empfohlen:

Arthur Koestler, Die Nachtwandler – das Bild des Universums im Wandel der Zeit, Alfred Scherz Verlag Bern – Stuttgart – Wien, 1959

Powered by WordPress | WP Theme & Icons by N.Design Studio
Entries RSS Comments RSS Anmelden