Unter Strom

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Gestern habe ich gelernt, dass die Strombranche einigermaßen verzweifelt Kundenakquise betreiben muss. Ein Außendienst-Mitarbeiter eines Strom-Anbieters (nuon) belästigte mich abends an der eigenen Wohnungstür und wollte mir unter Hinweis auf die steigenden Energiepreise einen Stromvertrag seines Arbeitgebers oktroyieren.

Meinen dezenten Hinweis darauf, dass ich kürzlich zu einem Ökostrom-Anbieter (Lichtblick) gewechselt sei, quittierte er mit einem verächtlichen “Pfffff….!”. Seinen Namen wollte er mir auch auf Nachfrage nicht nennen. Ein Gutes hatte der Vorfall: Ich fühle mich in meiner Entscheidung bestätigt.

Der teuerste Schnaps der Welt

Essen und Trinken, Wirtschaft 3 Kommentare »

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Pernod schließt eine klaffende Lücke im Sortiment und hat demnächst auch mit “Absolut” einen (durchaus passablen) Wodka im Angebot. Für den Kauf des schwedischen Staatskonzerns V&S legen die Franzosen stolze 5.600.000.000 EUR auf den Tisch. Wieviele Flaschen Absolut müssen wohl verkauft werden, bis das Geld wieder drin ist?

Expectation Economy

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Heute habe ich gelernt, dass das Licht am Ende des industriellen Tunnels ein entgegenkommender Zug ist. Dies und vieles mehr stand im jüngsten Briefing von trendwatching.com zum Thema Expectation Economy.

“The EXPECTATION ECONOMY is an economy inhabited by experienced, well-informed consumers from Canada to South Korea who have a long list of high expectations that they apply to each and every good, service and experience on offer.

Their expectations are based on years of self-training in hyperconsumption, and on the biblical flood of new-style, readily available information sources, curators and BS filters. Which all help them track down and expect not just basic standards of quality, but the ‘best of the best’.”

Die EE zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sich eine Art “Stellvertreterkonsum” entwickelt hat:

Verbraucherportale-/-blogs-/foren/etc. vermitteln Anwendungsberichte von nahezu allen Produkten und Dienstleistungen weltweit. Der einzelne Konsument muss gar nicht mehr auf seine eigene Erfahrung zurückgreifen, sondern bekommt durch die “consumer intelligence” eine Art passiver Anwenderkenntnis vermittelt.

Für die Industrie bedeutet dies, dass der Konsument der Zukunft (und z.T. auch bereits derjenige der Gegenwart) jederzeit eine relativ genaue Vorstellung dessen hat, was qualitativ hochwertig ist. Das führt so weit, dass Verbraucher (auch wichtige) Anschaffungen verzögern, weil sie genau wissen, dass bald ein besseres Produkt verfügbar sein wird (Beispiel: Apple AirBook).

Und um auf die Eingangsmetapher zurückzukommen: Damit ist der Teil der Industrie gemeint, der diese starke Position der Verbraucher langfristig unterschätzt.

Con un gelato regali un sorisso!

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Ich habe heute gelernt, dass der weltweite Markt für Eismaschinen von italienischen Firmen beherrscht wird.

Allein der Hersteller Carpigiani aus Anzola dell’Emilia hat einen Anteil von 50% am geschätzten Weltmarktvolumen von jährlich 260′ EUR, in Amerika beträgt der Marktanteil sogar 85%. Weltweit kommt z.B. jedes Eis bei McDonalds oder Pizza Hut aus den Maschinen der Italiener. Carpigiani setzt auf Qualität und erhielt als erstes Unternehmen der Branche eine Zertifizierung nach ISO 9001.

Eis machen können sie ja, die Italiener. Ich finde es erfreulich, wenn sich ab und zu traditionelle Fertigkeiten im Haifischbecken des schnelllebigen, globalisierten Wettbewerbs behaupten können.

Nie wieder schlafen

Gesundheit, Wirtschaft 4 Kommentare »

Heute habe ich gelernt, dass immer mehr Menschen im Job auf Drogen zurückgreifen. Und zwar vermehrt auf solche, die das Schlafbedürfnis unterdrücken. Der Wirkstoff in diesen Medikamenten heißt Modafinil und sorgt dafür, dass man bis zu 88 Stunden wach bleiben kann.

Anschluss unter dieser Nummer

Kommunikation, Wirtschaft 3 Kommentare »

Habt ihr euch auch schonmal gefragt, was mit den ganzen gelben Telefonzellen passiert ist, nachdem man nicht mehr mit der Post, sondern mit der Telekom telefonierte?

 

Ich habe gelernt, dass diese nach Rumänien geschafft wurden, wo nun an jeder Ecke so ein vertrautes Ding steht.

AbKüFi

Kultur, Wirtschaft Kein Kommentar »

Ich habe ein weiteres Marketingwort gelernt. LOHAS sind momentan total im Kommen!

LOHAS … steht für “Lifestyle of Health and Sustainability” und markiert einen neuen Lebensstil- bzw. Konsumententyp, der sich an Gesundheit und Nachhaltigkeit orientiert.

Sehr gerne würde ich jetzt ein Diagramm à la indexed malen, mit all diesen furchtbaren Wörtern: Yuppies, Dinkies, Lovos, …
Leider muss ich mich um andere Dinge kümmern.

Option Selbstmord

Gesundheit, Wirtschaft 1 Kommentar »

Ich habe heute gelernt, dass es möglich ist, Lebensversicherungen mit einer “option suicide” abzuschliessen.

Eine solche Police hatte der französische Sternekoch Bernard Loiseau in der Tasche, als er sich 2003, nach einer Herabstufung durch den renommierten Gourmet-Führer Gault-Millau von 19 auf 17 Punkte, mit einem Jagdgewähr ins jenseits beförderte.

Neben dieser professionenellen Schmach lasteten aber auch erhebliche finanzielle Bürden und wirtschaftlicher Druck auf seinen Schultern, da er sich für den Aufbau eines enormen Gourmet-Imperiums hoch verschuldet hatte. Diese Schulden konnten mit der Lebensversicherung zu Gunsten seiner Frau vollständig beglichen werden.

Nach dem Tod von Bernard Loiseau wurde das Unternehmen von seiner Frau übernommen, die es seither mit grossem Erfolg leitet.

Und die Moral von der Geschichte: Lieber keine Lebensversicherung abschliessen, und schon gar nicht mit Selbstmordoption.

Wer im Treibhaus sitzt…

Politik, Wirtschaft 5 Kommentare »

Ich habe heute gelernt, dass laut Greenpeace die durchschnittliche CO2 Emission pro Kopf in Deutschland 10,32t pro Jahr beträgt, wärend 3,5t erforderlich wären, um das Klima langfristig zu stabilisieren.

Gleichzeitig habe ich festgestellt, dass die Ermittlung meines persönlichen Beitrags alles andere als einfach ist. So gibt es verschiede CO2-Rechner (Greenpeace, BP, Bayerisches Landesamt für Umweltschutz, Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien), die bei gleicher Datenbasis den durch mich erzeugten CO2-Ausstoss zwischen 6t (BP) und 19t (Greenpeace) abschätzten. Alles andere als nachvollziehbar und plausibel!

Trotz allen Widrigkeiten beim Rechnen meine persönliche Erkenntnis: Ich verzichte zwar auf ein Auto und beziehe Oköstrom. Um aber einen signifikanten Beitrag zur CO2-Reduktion zu leisten, müsste ich wohl meine Reiselust (25-45% Anteil an meiner CO2-Verursachung) erheblich einschränken. Schwierig, schwierig!

Es gibt Reis, Baby

Wirtschaft Kein Kommentar »

Ich habe am Wochenende gelernt, dass manche afrikanischen Länder die heimische Wirtschaft zwar nicht mit grossen finanziellen Mitteln, dafür aber mit den entsprechenden Gesten moralisch unterstützen.

So gab es auf der diesjährigen ITB neben den Superlativen vieler Länder keine offizielle Repräsentanz des Staates Mali. Stattdessen wurde ein winziger Stand angemietet, auf dem einige kleine malinesische Reisebüros auf eigene Kosten das Land vertraten. Unterstützung erfuhren die Aussteller jedoch durch die Botschaft. Die Botschafterin der Republik Mali stattete dem Stand jeden Tag einen Besuch ab, um die Aussteller mit einer Portion Reis zu versorgen. 

Bei Interesse von mir wärmstens empfohlen: Mali Travel Tours (allerdings nicht für den Internetauftritt).

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