
Quelle: wikimedia commons
Ich habe gelernt, dass Dirt Roads corrugated sein können.
Corrugated Metal (engl.) = Wellblech
Corrugation (engl.) = Furche, Riffeln, Riffelung, Sicke, Welle, Wellen, Welligkeit
Im Deutschen ist tatsächlich der entsprechende Begriff Wellblechpiste gebräuchlich. Heute habe ich zusätzlich gelernt, dass man das Phänomen auch Waschbrettpiste nennt.
Eine Sandpiste kann zu Wellblech werden, wenn…
… schwere Fahrzeuge … ausreichend schnell über eine Straße fahren, deren Deckschicht locker aufgeschüttet ist. Eine Bodenvertiefung auf der Straße verursacht einen intensiven Bodenkontakt mit dem Rad des Fahrzeugs. Bei dem Herausfahren aus der Vertiefung bewegt sich das Rad wie auf einer Rampe nach oben, um nach einem kurzen Sprung eine weitere Bodenvertiefung vorzubereiten.
Sagt Wikipedia.
Wer’s genau wissen will, lese folgenden Artikel über die Ergebnisse von physikalischen Untersuchungen: Wie entstehen Waschbrettpisten? Wir hörten das Gerücht, dass insbesondere Wagen, die nur über 2-Rad-Antrieb verfügen, daran schuld seien.
Wie auch immer diese quer zur Fahrrichtung liegenden Bodenwellen entstehen, eins kann ich sagen: Sie sind erstaunlich gleichmäßig. Und die Fahrt auf einer derartigen Piste ist äußerst unangenehm. Es rappelt ganz furchtbar und schüttelt einen mal so richtig ernsthaft durch. Nach Möglichkeit versucht man, schnell genug zu fahren, um quasi über die Wellen hinweg zu “fliegen”. Das hilft aber auch nur mäßig. Nach einer langen Strecke auf einer Wellblechpiste hat man mindestens einen steifen Nacken, wenn nicht sogar ganz furchtbare Kopfschmerzen.
In Namibia gibt es übrigens unglaublich viele Dirt Roads. Um genau zu sein, sind überhaupt nur wenige, wichtige Straßen asphaltiert. Die von uns befahrenen namibischen Straßen waren fast ausnahmslos erste Sahne, egal ob Asphalt, Kies oder Sand. Und nur in seltenen Fällen bekamen wir es mit Wellblech zu tun. In der Kalahari hingegen, genauer gesagt im Kgalagadi Transfrontier Park, sind Waschbretter die Regel.