Gute Nacht

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Wenn es ein Menschenrecht gibt, dass in China geachtet wird, dann ist es das Recht auf ein Nickerchen. Dies war angeblich auch gerade insbesondere auf dem Parteitag der Kommunistischen Partei in Peking in den Reihen der Delegierten zu beobachten.

König von Bayern

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Ich habe heute gelernt, dass Bayern wieder einen König hat. Dies missfällt jedoch und ausgerechnet den Monarchisten.

Der neue bayerische König: Ein Franzose! Nicht mit einer Krone gekrönt, sondern mit einem preussischen Orden versehen!

Berg-Karabach

Politik Kein Kommentar »

Ich habe heute gelernt, dass der Posten des Aussenministers von Berg-Karabach das Potenzial für den langweiligsten Beruf der Welt hat. Die Möglichkeiten diplomatischer Arbeit, Unterredungen mit ausländischen Vertretern und Treffen mit Politikern anderer Nationen, sind nicht gegeben, da die Republik Berg-Karabach nicht anerkannt und von der internationalen Gemeinschaft ignoriert wird. Briefe des Aussenministers Georgi Petrossjan an Javier Solana werden gar nicht, an George Bush lediglich mit einem den Eingang bestätigenden Formbrief beantwortet.

Den Luxus von Langeweile kann sich jedoch in der Kaukasusregion keiner leisten. 16 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung von Berg-Karabach und dem folgenden Krieg stehen sich Armenier und Aserbaidschaner nach wie vor unversöhnt gegenüber. Infrastruktur, Städte und Dörfer sind zerstört, Mittel für den Wiederaufbau sind nicht vorhanden, Hunderttausende Flüchtlinge auf beiden Seiten warten auf die Rückkehr in die Heimat.

Ein vergessener Konflikt. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Zensur

Computer und Web, Politik Kein Kommentar »

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Ich musste heute lernen, dass wir, www.wiederwasgelernt.de, ein Opfer der Zensur sind. Unsere URL ist in China geblockt und kann dort nicht gelesen werden!

Mit Hilfe von greatfirewallofchina.org kann überprüft werden, ob eine Internetseite in China zensiert wird. Die Kontrolle der Informations- und Kommunikationsströme, die das Internet ermöglicht, stellt mittlerweile einen Schwerpunkt der in China alltäglichen Zensur, Respression und Verfolgung Andersdenkender dar – Und dies nicht zuletzt unter Nutzung von aus dem Westen importierter Technologien. Ein sehr lesenswerter Beitrag hierzu bei Spreeblick.

Ganz nebenbei findet hier (sowie in der Fortsetzung) eine die deutsche Blogosphäre wahrscheinlich prägende Grundsatzdiskussion von Anspruch und Grenzen der Bloggerei statt. Spreeblick, Gewinner des Grimme-Online-Awards, war einer der ersten Blogs in Deutschland, der sich über Werbung finanzierte. Seit kurzem ist hier eine Werbung für Yahoo (aufgrund des Engagements in China nicht gerade unumstritten) geschaltet, was die Wellen hochschlagen lässt.

Die Kühe sind schuld

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Heute habe ich gelernt, dass wir mitten in der Klimawandel-Diskussion stecken. Und auf der Suche nach Ablenkung jenseits meiner eigenen CO2-Bilanz stieß ich auf die wahren Schuldigen an schneefreien Wintern, Überschwemmungen und Hitzewellen: auf die Kühe.

Die Universität Hohenheim hat es herausgefunden: Rülpsende Rinder sind schuld. Die Rindviecher tragen durch den Ausstoß von Methan zu etwa vier Prozent Verantwortung an der Erderwärmung. Aber die Wissenschaftler begnügen sich nicht mit dieser bloßen Erkenntnis. Vielmehr planen sie eine Art Riesenpille, die eben diesen Methanausstoß verringern soll. Ganz nebenbei soll das noch das Wohlbefinden der Kühe steigern.

“Milch von glücklichen Kühen” – dieses Mantra bekäme eine ganz neue Bedeutung.

Wer im Treibhaus sitzt…

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Ich habe heute gelernt, dass laut Greenpeace die durchschnittliche CO2 Emission pro Kopf in Deutschland 10,32t pro Jahr beträgt, wärend 3,5t erforderlich wären, um das Klima langfristig zu stabilisieren.

Gleichzeitig habe ich festgestellt, dass die Ermittlung meines persönlichen Beitrags alles andere als einfach ist. So gibt es verschiede CO2-Rechner (Greenpeace, BP, Bayerisches Landesamt für Umweltschutz, Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien), die bei gleicher Datenbasis den durch mich erzeugten CO2-Ausstoss zwischen 6t (BP) und 19t (Greenpeace) abschätzten. Alles andere als nachvollziehbar und plausibel!

Trotz allen Widrigkeiten beim Rechnen meine persönliche Erkenntnis: Ich verzichte zwar auf ein Auto und beziehe Oköstrom. Um aber einen signifikanten Beitrag zur CO2-Reduktion zu leisten, müsste ich wohl meine Reiselust (25-45% Anteil an meiner CO2-Verursachung) erheblich einschränken. Schwierig, schwierig!

22° 3’ 9″ N, 81° 26’ 0″ W

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Ich habe gelernt, dass es im Süden Kubas die Ernst-Thälmann-Insel gibt. Es heißt, Castro habe die “Weiße Insel des Südens” 1972 der DDR geschenkt und sie in “Cayo Ernesto Thaelmann” umbenannt. Bei wikipedia ist zu lesen, Kuba habe im Gegenzug mehr Zucker exportieren dürfen. Von diesem Recht profitierte Kuba wohl auch noch nach dem Zerfall des Ostblocks, Deutschland aber nicht von einem karibischen Eiland. Die Inselschenkung sei doch nur symbolischer Natur gewesen. Oder existiert die DDR dort noch?

Gefunden auf strange maps, mehr Infos wie immer bei wikipedia.

Abgas-Neandertaler aus Bayern

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Heute habe ich gelernt, dass die Vorurteile über mein Heimatbundesland bisweilen berechtigt sind. Der Spiegel hatte in seiner Onlineausgabe berichtet, dass der designierte CSU-Parteichef Huber befürchte, angesichts der geplanten EU-Abgas-Norm für Kraftfahrzeuge würden die Deutschen zu einem Volk von Kleinwagen-Fahrern.

Ich konnte mich nicht zurückhalten und schrieb folgende Mail an Herrn Huber:

Sehr geehrter Herr Huber,

bei spiegel.de lese ich heute Morgen, dass sie angesichts der EU-Abgas-Beschlüsse befürchten, die Deutschen würden von Brüssel zu einem “Volk von Kleinwagenfahrern” degradiert. Das ist aus dem Blickwinkel eines Großlimousinen(mit)fahrers durchaus verständlich. Aber vielleicht gelingt es ihnen ja, einmal die Perspektive zu wechseln – ich weiß, das ist gerade als bayer. Spitzenpolitiker und CSU-Parteichef in spe mitunter nicht so einfach.

Aber glauben sie nicht auch, dass es an der Zeit ist umzudenken? Autos mit viel Hubraum sind schlicht und ergreifend nicht mehr zeitgemäß! Ich würde mich freuen, wenn die Deutschen zukünftig ausschließlich Kleinwagen fahren würden. Denn das wäre ein Ausdruck von Zukunftsfähigkeit. Ihr Protektionismus in Richtung der deutschen Autobauer in allen Ehren, aber fürchten sie angesichts der jüngsten Klimastudien nicht um ihre, um unsere Glaubwürdigkeit?

Glauben sie es mir: Auch ihnen würde ein wendiger Kleinwagen sehr gut zu Gesicht stehen. Es muss ja nicht gleich ein Nissan Micra sein…

Mit besten Grüßen

RF

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