Napoleon in Hamburg, oder: Das Franzbrötchen und andere Fisimatenten

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Von Heidi Kabel wissen wir: In Hamburg sagt man Tschüß. Warum nun ausgerechnet in Hamburg? Nun, hier soll zumindest der Ursprung liegen…

Hamburg wurde zwischen 1806 und 1814 von Napoleon besetzt. Einige Ausdrücke und Gebräuche werden dieser Zeit zugeschrieben:

  • Aus dem Französischen adieu wurde adschüs oder atschüs, bevor schließlich Tschüs entstand.
  • Bei schlechtem Kaffee musste man weinen (”pleur”), und der Ausdruck Plörre war geboren.
  • Aus An die Waffe! (à l´arme!) wurde Alarm!
  • Und die Warnung an die Tochter, sich nicht auf Einladungen der Soldaten (Visitez ma tente) einzulassen,  formulierte man bald mit mach’ aber keine Fisi ma tenten!

Quelle: Wikipedia

Nicht zuletzt das — soweit ich weiß — nur in Hamburg erhältliche Franzbrötchen, ein sehr süßes Zimt-Croissant, wird auf die Besatzungszeit zurückgeführt.

Warum sich Tschüß in weiten Teilen Deutschlands durchgesetzt hat, das Franzbrötchen aber nicht, ist mir kein Rätsel. Dass ich keine Franzbrötchen mag, verrät spätestens der Titel, oder? ;)

Champagner!

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moetChampagner ist in den letzen 200 Jahren zum unumstrittenen Symbol für Wohlstand und Luxus aufgestiegen (schmeckt darüber hinaus zugegebenermassen auch ziemlich gut und ist gesund).

Wie ich jetzt lernte, setzte sich das Markenzeichen “Champagner” (nach dem gesetzlichen Schutz im Jahre 1908) erst im letzten Jahrhundert langsam durch. Moet & Chandon warben im Jahre 1899, wie auf nebenstehendem Plakat von Alfons Mucha zu sehen, noch ganz profan mit der Bezeichnung “Sekt” (französisch: Cremant).

Mehr von Mucha gibt es übrigens hier zu sehen.

Die Antwort auf die Wirtschaftskrise

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calm

Wirtschaftskrise? – Hier ist die Antwort. 

Dieses Plakat wurde eigentlich für den Einsatz im zweiten Weltkrieg in millionenfacher Auflage gedruckt. Es kam jedoch niemals zur Verbreitung.

Wäre doch jetzt ein guter Moment, dies endlich nachzuholen, oder?

Jim Knopf und der Lokomotivführer Darwin

Geschichte, Literatur 1 Kommentar »

Ich habe gelernt, dass Michael Ende vermutlich durch eine wahre Geschichte inspiriert wurde, als er Jim Knopf erschuf.

Jemmy Button war einer von vier Ureinwohnern, die der Kapitän der Beagle, Robert Fitzroy, im Jahr 1830 nach England verschleppt hatte. Weil der Kapitän ihn mit einem Perlmuttknopf bezahlte, nannten die Matrosen den kleinen Feuerländer, der eigentlich Orundellico hieß, Jemmy Button. Fitzroys Plan war: Die sogenannten Wilden sollten in England erzogen, und dann in ihre Heimat zurückgebracht werden, um dort als Missionare zu wirken. Charles Darwin lernt den frisch erzogenen Jemmy Button im Dezember 1831 an Bord der Beagle kennen.

Quelle: Ein kleiner Feuerländer als Vorbild für Jim Knopf (NDR Info)

Ganz sicher ist das nicht, Herrn Ende kann man leider nicht mehr fragen, aber die Fakten sprechen wohl für sich.

Weiterlesen:

Eisbein

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Ich habe gelernt, dass die Menschen fr?her Schienbeine von Schweinen zum Schlittschuhlaufen benutzt haben. Was f?r eine Vorstellung! Und daraus sei der Begriff “Eisbein” entstanden.

Wikipedia sagt, das sei falsch. Die Bezeichnung “Eisbein” als Synonym zu Hachse, Hechse, Haxe, Haspel, H?mmche, B?tel, Stelze oder Kn?chlaauf sei vielmehr aus dem althochdeutschen Wort “?sb?n” entstanden (H?ftbein, lateinisch ischia ?H?ftgelenk?, seinerseits von griechisch isch?on ?H?ftbein?), das erst im Neuhochdeutschen den Unterschenkel bezeichnet.

Also, ich finde die Schlittschuherkl?rung einleuchtender.

Hundstage

Geschichte, Weisheit, Wetter Kein Kommentar »

Ich habe in diesem Sommer gelernt, dass der Ursprung der “Hundstage” nicht etwa daher rührt, dass man in dieser Zeit wegen der Hitze (woher kommt eigentlich der Begriff “Affenhitze”?) keinen Hund vor die Tür lassen mag, sondern vielmehr mit dem Sternbild des großen Hunds zu tun hat.

In Ägypten verband man schon im 3. Jahrtausend v. Chr. den hellsten Stern des Sternbilds (Sirius) mit dem Beginn der wärmsten Jahreszeit.

Inzwischen haben sich die “astrologischen” Hundstage etwas verschoben:

In Deutschland kann der heliakische Aufgang des Sirius erst frühestens ab dem 30. August beobachtet werden und ist damit jetzt ein Zeichen für den nahenden Herbstanfang. Entsprechend der alten Tradition werden aber immer noch die heißesten Wochen des Jahres [zwischen Mitte Juli und Mitte August] als „Hundstage“ bezeichnet.

Halleluja!

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Nun, die Gefahr meiner Bekehrung bestand nicht. Dennoch hatte ich gestern eine sehr intensive Begenung mit dem christlichen Glauben durch The Bricktestament. Die Geschichten der Bibel illustriert mit Lego. Halleluja.

Kontinentalverschiebung oder Wegener unnachgeladen

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pangea.gifAus gegebenem Anlass kam ich nicht umhin, mich mit dem mir völlig unbekannten Alfred Lothar Wegener zu beschäftigen und ich habe mal wieder viel gelernt:

Die Wissenschaft ging bis weit ins zwanzigste Jahrhundert davon aus, dass die Erdkruste fest mit dem Untergrund verbunden sei, und sich die Geographie der Erde horizontal nicht verändere. 1912 begründetet demgegenüber Alfred Wegener die Theorie der Kontinentalverschiebung, auf die auch die heute allgemein anerkannte Theorie der Plattentektonik fusst. Demnach “schwimmen” die relativ leichten Erdkrustenteile auf dem schwereren magmatischen Untergrund und bewegen sich aufgrund von Auftriebskräften im Erdmantel relativ zueinander.

Vor ca. 300 Mill. Jahren bis vor 150 Mill. Jahren, also zu Lebzeiten der Dinosaurier, waren die Erdkrustenteile letztmalig (nach vermutlich einigen weiteren Malen in den vorangegangenen hunderten von Millionen Jahren) zu einer zusammenhängenden Landmasse vereinigt, Dieser Superkontinent, genannt Pangäa, zerbrach im Folgenden zunächst in Nordamerika / Eurasien einerseits und Südamerika / Afrika/ Antarktika / Australien / Indien andererseits. Im Weiteren kam es auch zu einer Auseinanderentwicklung von Europa und Amerika, die gerade jetzt, zu Beginn des dritten Jahrtausends (Jahrtausende, wie niedlich!), wieder deutlich spürbar ist.

Als kleiner Gimmick hier noch eine geologische Uhr der Erdgeschichte.

Ich weiß nicht was soll es bedeuten…

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Am Wochenende habe ich gelernt, dass eine Annäherung an die Loreley aka Lorelei auf Schusters Rappen durchaus herausfordernd und anstrengend sein kann. Zumindest, wenn man dies auf der Königsetappe des Rheinsteigs versucht.

Inmitten des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal liegt jener neben den Kreidefelsen auf Rügen wohl deutscheste aller Felsen.

Die blonde Nixe ist mir zwar nicht begegnet, dennoch lohnt ein Ausflug an die engste und tiefste Stelle des Rheins. Fand auch Heinrich Heine in seinem Gedicht von 1824:

Ich weiß nicht was soll es bedeuten,
Dass ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.

Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar;
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar.

Sie kämmt es mit goldenem Kamme
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei.

Den Schiffer im kleinen Schiffe
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh.

Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lore-Ley getan.

Berlin vs. NY

Geografie, Geschichte, Kultur, Unnützes Wissen 2 Kommentare »

Ich habe auf dieser nett gemachten Site gelernt, dass Berlin größer ist als New York, die Strafen für Fehlverhalten mit dem Fahrrad in New York aber wesentlich höher sind als in Berlin, die Hundeleinen dafür kürzer. Und das sind nur die Highlights.

Vielleicht könnte pop64.de | Hamburg vs. Berlin Blog die eigenen Erkenntnisse auch mal grafisch aufarbeiten? Das wär doch was…

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