Vor ca. sechs Jahren lernte ich von meiner damaligen Mitbewohnerin — ihres Zeichens Lehrerin in der Erwachsenenbildung — eine ganz interessante Methode, um Fremdsprachen zu lernen. Ich habe den Namen dieser Methode leider nicht gefunden, am nächstem kommt dem wohl die Interlinearübersetzung. Die Lernmethode funktioniert — soweit ich mich erinnere — ungefähr so:
Man sucht sich einen Text in der zu lernenden Sprache aus, dessen Thema einen interessiert. Den Text übersetzt man nun schriftlich wortwörtlich ins Deutsche. Dabei, so die Theorie, versteht man, wie die Sprache konstruiert wird. Im nächsten Schritt liest man den fremdsprachlichen Text laut und lässt sich idealerweise von einem Kenner der Sprache korrigieren. Das ganze wiederholt man mit beliebig vielen Texten, um seine Kenntnisse immer weiter zu perfektionieren.
Das hört sich logisch und sinnvoll an. Ich habe mich nur immer gefragt, wo man so einen geduldigen Muttersprachler herbekommt.
Vor einiger Zeit habe ich via ehrensenf von forvo.com erfahren. Mit der Hilfe dieses Tools, dessen Motto “Learn native pronunciation” lautet, könnte man zumindest erfahren, wie man die Dinge ausspricht, auch wenn das natürlich in keinerlei Weise den Muttersprachler ersetzt.
Seit einigen Jahren steht jedoch das Fremdsprachen-lernen nicht (mehr) sehr weit oben auf meiner Prioritätenlisten, vielleicht könnte das (erstmal) jemand von euch ausprobieren?