Heute habe ich gelernt, dass einen selbst die nur gelegentliche Lektüre des selbst ernannten Sprachrohrs der Web 2.0-Gründergeneration einigermaßen in die Verzweiflung treiben kann.
Tag für Tag feiern sich Gründer und Investoren selbst, treiben die absurdesten Geschäftsmodelle Blüte und wird der Hype gepflegt. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass die Branche in den vergangenen 15 Jahren nichts, aber auch gar nichts gelernt hat.
Oben erwähntes Online-”Magazin” berichtet über Hausbesuche bei fabidoo, interviewt Menschen hinter woobby oder ViiF und spricht über Wawerko, Mobissimo oder erdbeermädels [sic!].
Anscheinend reicht es immer noch aus ein paar Phrasen zu dreschen und unter einer per Zufallsprinzip benamten Webpräsenz die “Web-2.0-AJAX-Social-Network-Blog_SEO/SEM”-Karte zu spielen. Der Businessplan ist von der Stange, die Investoren unter sich, selbst die Preise werden in brancheninternen Wettbewerben geradezu inzestuös an die üblichen Verdächtigen vergeben.
Es ist zum Verzweifeln. Aber wo ist die Lösung? Web 3.0? Zensur? Die Abschaffung des www? Ich bin für Vorschläge dankbar.