Expectation Economy

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Heute habe ich gelernt, dass das Licht am Ende des industriellen Tunnels ein entgegenkommender Zug ist. Dies und vieles mehr stand im jüngsten Briefing von trendwatching.com zum Thema Expectation Economy.

“The EXPECTATION ECONOMY is an economy inhabited by experienced, well-informed consumers from Canada to South Korea who have a long list of high expectations that they apply to each and every good, service and experience on offer.

Their expectations are based on years of self-training in hyperconsumption, and on the biblical flood of new-style, readily available information sources, curators and BS filters. Which all help them track down and expect not just basic standards of quality, but the ‘best of the best’.”

Die EE zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sich eine Art “Stellvertreterkonsum” entwickelt hat:

Verbraucherportale-/-blogs-/foren/etc. vermitteln Anwendungsberichte von nahezu allen Produkten und Dienstleistungen weltweit. Der einzelne Konsument muss gar nicht mehr auf seine eigene Erfahrung zurückgreifen, sondern bekommt durch die “consumer intelligence” eine Art passiver Anwenderkenntnis vermittelt.

Für die Industrie bedeutet dies, dass der Konsument der Zukunft (und z.T. auch bereits derjenige der Gegenwart) jederzeit eine relativ genaue Vorstellung dessen hat, was qualitativ hochwertig ist. Das führt so weit, dass Verbraucher (auch wichtige) Anschaffungen verzögern, weil sie genau wissen, dass bald ein besseres Produkt verfügbar sein wird (Beispiel: Apple AirBook).

Und um auf die Eingangsmetapher zurückzukommen: Damit ist der Teil der Industrie gemeint, der diese starke Position der Verbraucher langfristig unterschätzt.

Fünfzehn Prozent

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Heute habe ich gelernt, dass ich bisher immer fälschlicherweise von “Agentur-Ermäßigung” sprach, wenn mich jemand um die Deutung des Kürzels “AE” aus der Werbersprache bat. Statt dessen steht “AE” für “Annoncen-Expedition“. Damit war ursprünglich die Vergütung gemeint, die für die Vermittlung von Zeitungsinseraten erhoben wurde. Die “AE” war und ist eine der Haupt-Einnahmequellen für Media-Agenturen und steht aufgrund ihrer Intransparenz derzeit massiv in der Kritik.

Why not just tell the truth?

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Ich wusste es eigentlich schon lange. Um genau zu sein, seit dem zweiten oder dritten Ladevorgang. Mein mobiles Handgerät zeigt den Batteriestatus nicht korrekt an. Es lässt mich glauben, die Batterie sei eigentlich noch so gut wie voll, und das ziemlich lange, um dann plötzlich herumzujammern: Gleich geht nichts mehr, bitte SOFORT aufladen.

Ich habe gelernt, naja, sagen wir zumindest gelesen, dass die Sache wohl System hat. Wirklich unverständlich, was die Hersteller sich davon versprechen.

» User-hostile battery strength indicators

Affengeile Anlagetipps

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Ich habe gelernt, dass, wer eine überdurchschnittlich hohe Rendite erzielen will, sein Geld in folgende Aktien investieren sollte:

  • Cygne Designs (Frauenmode)
  • Fresh Del Monte Produce (Früchte)
  • West Pharmaceutical Services (Medikamententests)
  • American Medical Systems Holding (urologische Hilfen bei Potenzproblemen)
  • Market 200 Holders (große Mützen).

    dies empfiehlt zumindest Adam Monk, Börsenexperte und Kapuzineraffe. In den vergangenen Jahren unterlagen die Anlagetipps vieler seiner menschlichen Kollegen denen des Primaten deutlich.

    Das Bier ist gleich alle!

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    Ich habe gelernt, dass in (allen? manchen?) Getränkeautomaten SIM-Karten integriert sind. Wenn sich der Automat leert und eine gewisse kritische Menge unterschritten wird, sendet der Automat eine SMS an den Betreiber. Tricky.

    Springfield, Vt.

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    Foto: Emerald2098

    Zum morgigen Kinostart komme ich natürlich nicht an meinen heissgeliebten Simpsons vorbei.

    Eines der grössten Geheimnisse um die Familie Simpson wurde gelüftet: Ihr Heimatort Springfield liegt in Vermont. 14 Springfields in den USA traten an, um den Nachweis zu erbringen, dass es sich bei ihnen um die wahre Heimat der Simpsons handele. Am Ende setzte sich Springfield, Vt. durch, wenngleich die Nachbarstadt Shelbyville vom Erdboden verschluckt scheint. Ein Atomkraftwerk in der Umgebung ist jedenfalls vorhanden.

    An dieser Stelle nochmal der Hinweis auf den grandiosen Simpsons-Trailer der BBC mit echten Schauspielern.

    Rockefeller

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    Heute gelernt:

    When wealth is measured as a percentage of the economy, John D. Rockefeller was the wealthiest American ever.

    Bill Gates ist laut dieser wunderbaren interaktiven Infografik nur einer von zwei noch lebenden Reichen.

    Pecunia non olet

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    Mir wurde heute erneut eine Lektion in Sachen “Geld stinkt nicht” erteilt.

    Für obigen Herrn (selbiger vom Straftatbestand der Untreue niemals gerichtlich freigesprochen, allerdings auch nicht verurteilt, da das Verfahren vorher gegen Zahlung eines nicht unbeträchtlichen Geldbetrags eingestellt wurde) unterbrachen die Rolling Stones ihre Welttournee, um 700 Führungskräften der Deutschen Bank etwas extravagante Abwechslung zu verschaffen.

    Haben die Rolling Stones sowas nötig? Können sie den Hals wirklich nicht voll genug kriegen?

    Aus für LPs?

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    Anhand dieser Pressemittelung habe ich gelernt, dass Ash keine LPs mehr veröffentlichen wird. Nicht etwa, weil die Band sich getrennt hätte, sondern weil das Albumformat einfach aufgegen wird. Als Reaktion auf die durch Internet, mp3 und download geänderte musikhör – und -kauf – Gewohnheiten veröffentlichen Ash einfach nur noch Singles, und zwar tröpfchenweise.

    Ich bin gespannt, ob andere Bands diesem Beispiel folgen werden und ob sich gar dieses neue Geschäftsmodell eines Tages durchsetzten wird.

    Auf (gute) Alben, schön zusammengstellt und zum selben Zeitpunkt veröffentlicht, möchte ich jedenfalls nicht verzichten.

    Tipps fürs Geldausgeben

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    Da haben sich tüchtige Geschäftleute wieder eine ganz tolle Sache ausgedacht. Ich habe heute am Geldautomaten nicht nur Geld erhalten, sondern auch gleich Tipps, wie ich es ausgeben kann.

    Zunächst war ich kurz verwundert über den bunten Zettel, der zusammen mit den angeforderten Geldscheinen ausgespuckt wurde. Die Verwirrung wich recht schnell einem gewissen Entsetzen, dass jetzt nicht nur die Geldautomatenbildschirme für Werbung missbraucht – ahem, entschuldigung… genutzt – werden.

    Der Grundgedanke ist aber natürlich genial. Geldausgabe mit Bedienungsanleitung, quasi.

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