Schwäbisch für Anfänger
Sprache 13. Februar 2008Ich habe ein neues Wort gelernt. Obwohl es sich um ein schwäbisches Wort handelt, bin ich schwer begeistert. Es geht um das Wort: Gschmäckle.
Gschmäckle ist die schwäbische Verniedlichungsform für einen schlechten Geruch und bezeichnet politische Vorgänge, die mit Korruption, Filz, Ämterpatronage oder Ähnlichem in Zusammenhang gebracht werden.
Ich habe den Begriff in einem völlig unpolitischen Zusammenhang gelernt — es ging einfach um eine Sache mit einem faden Beigeschmack, mit “Gschmäckle” halt.

14. Februar 2008
In Köln hat fast alles ein eben solches Gschmäckle. Auch und vor allem die lokale Wirtschaftspolitik. Man bezeichnet Filz und Korruption euphemistisch als “Klüngel, der kölsche”. Aber das ist schon fast einen eigenen Beitrag wert.
24. Februar 2008
Die Schwaben haben überhaupt tolle Ausdrücke. Gerade wieder gehört, auch schon mal von einem unserer Partner aus dem Schwäbischen gebraucht: “Net gschmipft is gnug gelobt!”. Man ist ja sparsam. Auch mit Worten.
26. Februar 2008