Olympische Spiele in Peking vs. Menschenrechte 2
Peking 2008, Politik, Sport 8. April 2008Das Thema bewegt mich doch erheblich, so dass ich es an dieser Stelle regelmässig aufgreifen werde.
Von Seiten der Politik (hier exemplarische Positionen von Hans Dietrich Genscher und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Eberhard Gienger) ist wohl anlässlich der Olympischen Spiele keine Intervention zu erwarten, die eine Achtung der Menschenrechte durch die chinesische Staatsführung einforderte. Vielleicht ist das auch Ordnung.
Dennoch finde ich es wichtig und gut, dass, wie bei den Protesten der letzten Tage anlässlich des Fackellaufs durch Paris und London, durch viele Aktionen und öffentlich Meinungsäusserungen eine signifikante und deutlich wahrnehmbare Gegenposition zu den Menschenrechtsverletzungen bezogen wird.
Um was für ein totalitäres System es sich bei der chinesichen Staatsführung handelt, zeigt allein ein Blick auf die offizielle Internetseite der Olympischen Spiele in Peking:
Carrying the torch on the new course along the Seine River, Jin demonstrated great valor when a “pro-Tibet independence” activist, attempting to disrupt and sabotage the torch relay, reached for her wheelchair and lunged toward her. Without concern for her own safety, Jin did her best to protect the flame, her face exhibiting courage and pride in spite of the chaotic situation
Ein übles Propaganda-Feuerwerk – hier nur ein exemplarischer Auszug – erster Güte!
Auf den Seiten des IOC sucht man übrigens vergeblich nach Nachrichten oder gar Meinungen bezüglich der Zwischenfälle beim Fackellauf! Hier findet sich lediglich ein Link auf die chinesichen Propagandaseiten.
