Nachdem das Mutterland des Fussballs die Qualifikation zur EM 2008 mit Pauken und Trompeten in den Sand setzte, habe ich nun gelernt, dass es konkrete Fakten gibt, die die Vermutung rechtfertigen, dass die englische Nationalmannschaft auch weiterhin – wie in den letzten Jahrzehnten (1966 möchte ich mal aufgrund der zwei erwiesenermassen irregulär erzielten Tore ausklammern) – bei internationalen Tournieren keine Rolle spielen wird. Ursächlich hierfür ist einfach, dass England kaum gute Fussballspieler hat bzw. entwickelt:

  • In England liegt die Verantwortung für die Nachwuchsförderung bei den Vereinen. Diese, teilweise Aktiengesellschaften (z.B. Manchester United) oder Spielzeug dubioser Figuren (wie der FC Chelsea), folgen eher kurzfristigen und finanziellen Interessen, in denen die langfristige Entwicklung des Nachwuches eine geringere Rolle spielt.
  • In England gibt es im Gegensatz zu anderen Ländern keine vernünftigen Fussballakademien.
  • Jugendtraining in England besteht zu einem grossen Anteil aus Spielen, aufgrund geringem Ballbesitz wenig geneigt, die Spielstärke zu verbessern.
  • In England wird nur zwei bis drei mal pro Woche trainiert – im Gegensatz zu fünf mal auf dem Kontinent.
  • Kindertrainer geniessen in England einen deutlich niedrigeres Ansehen als Jugendtrainer, entsprechend rar sind diese.
  • Gezielte Nachwuchsförderung beginnt in der Regel erst mit einem Alter von neun Jahren, ein Alter, in dem die Technikentwicklung schon sehr weit fortgeschritten ist. Bis zu diesem Alter sind Trainingsmöglichkeiten und -plätze rar.
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    Von mir aus können die Engländer so weitermachen :-)  

    via The Economist