Napoleon in Hamburg, oder: Das Franzbrötchen und andere Fisimatenten

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Von Heidi Kabel wissen wir: In Hamburg sagt man Tschüß. Warum nun ausgerechnet in Hamburg? Nun, hier soll zumindest der Ursprung liegen…

Hamburg wurde zwischen 1806 und 1814 von Napoleon besetzt. Einige Ausdrücke und Gebräuche werden dieser Zeit zugeschrieben:

  • Aus dem Französischen adieu wurde adschüs oder atschüs, bevor schließlich Tschüs entstand.
  • Bei schlechtem Kaffee musste man weinen (”pleur”), und der Ausdruck Plörre war geboren.
  • Aus An die Waffe! (à l´arme!) wurde Alarm!
  • Und die Warnung an die Tochter, sich nicht auf Einladungen der Soldaten (Visitez ma tente) einzulassen,  formulierte man bald mit mach’ aber keine Fisi ma tenten!

Quelle: Wikipedia

Nicht zuletzt das — soweit ich weiß — nur in Hamburg erhältliche Franzbrötchen, ein sehr süßes Zimt-Croissant, wird auf die Besatzungszeit zurückgeführt.

Warum sich Tschüß in weiten Teilen Deutschlands durchgesetzt hat, das Franzbrötchen aber nicht, ist mir kein Rätsel. Dass ich keine Franzbrötchen mag, verrät spätestens der Titel, oder? ;)

Joghurt Deckel ablecken — ja oder nein?

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Mir erging es kürzlich so wie dem Fragensteller im Zeit-Stimmt’s-Artikel “Abschlecken erlaubt“:

Da ertappte mich doch letztens ein Kollege dabei, wie ich genüsslich den Aluverschluss meines Lieblingsjogurts ableckte. “Solltest du besser bleiben lassen, die sind mit Antibiotika behandelt”, riet er mir.

Seit einigen Tagen habe ich die Joghurtdeckel also schweren Herzens mit dickem, leckeren Belag weggeschmissen. Doch das ändert sich mit dieser Antwort:

Dürfen Sie. Antibiotika, Konservierungsstoffe, lösliches Gift aus dem Aludeckel – vor all diesen Substanzen müssen Sie beim Genuss Ihres Jogurts keine Angst haben. Es ist nämlich ein Irrglaube, dass die Hersteller eine Substanz, die sie dem Lebensmittel selbst nicht hinzufügen dürfen, über die Verpackung einschleusen könnten.

Das hört sich schlüssig an.

Es gibt auch etwas weniger unbedenklich klingende Hinweise:

Diese Deckel werden mit Wasserstoffperoxid besprüht. „Das geschieht, um Fremdbakterien zu vermeiden“…

Geprüft und gängige Praxis, kein Argument gegen das Ablecken, schreibt Men’s Health.

Zusammenfassend habe ich vor allem gelernt, dass die Frage “Ablecken oder nicht” im Web halbherzig wie auch leidenschaftlich diskutiert wird ;)

Champagner!

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moetChampagner ist in den letzen 200 Jahren zum unumstrittenen Symbol für Wohlstand und Luxus aufgestiegen (schmeckt darüber hinaus zugegebenermassen auch ziemlich gut und ist gesund).

Wie ich jetzt lernte, setzte sich das Markenzeichen “Champagner” (nach dem gesetzlichen Schutz im Jahre 1908) erst im letzten Jahrhundert langsam durch. Moet & Chandon warben im Jahre 1899, wie auf nebenstehendem Plakat von Alfons Mucha zu sehen, noch ganz profan mit der Bezeichnung “Sekt” (französisch: Cremant).

Mehr von Mucha gibt es übrigens hier zu sehen.

Malen nach Zahlen

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Heute habe ich gelernt, dass der sog. “Journalismus” am A…. ist. Herr Niggemeier schreibt es uns deutlich hinter die Ohren. Lesenswert. Bedenkenswert.

Erstaunlicher Langhals

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Ich habe gelernt, dass die Giraffe das möglicherweise erstaunlichste Tier der Welt ist. Hier einige Fakten:

(c) by kirstenf
(c) by kirstenf

Die Giraffe ist das grösste (bzw. längste) Landsäugetier der Welt. Der Ernst des Lebens beginnt für die Jungen eher unsaft – bei der Geburt mit einem Sturz aus zwei Metern Höhe.

Der über zwei Meter lange Hals der Giraffe hat trotz der enormen Länge nur sieben Halswirbel wie beim Menschen. Der Kopf wird vor allem durch Muskeln und Sehnen hochgehalten. Die blauschwarze Zunge der Giraffe ist bis zu einem halben Meter lang und kann greifen.

Eine Giraffe ist die reinste Pumpstation. Zum einen transportiert die muskulöse Speiseröhre die etwa 30 kg Grünzeug, die täglich aus den Baumkronen geruft werden, auf und ab, da Giraffen Wiederkäuer sind. Weitere Meisterleistungen vollbringt das Herz, das mit einem Gewicht von 12 kg etwa 60 Liter Blut pro Minute durch den Körper pumpt, und das mit einem dreimal so hohen Blutdruck, wie beim Menschen, um auch das hochliegende und weit entferne Gehirn mit ausreichend Blut zu versorgen.

Wenn eine Giraffe den Kopf senkt um beispielsweise zu trinken und anschliessend wieder um 6 m in die Höhe hebt, müsste sie eigentlich regelmässig in Ohmancht fallen. Ein feines Geflecht von Arterien, die das Gehirn umgeben, gleichen jedoch Über- und Unterdruck aus, und die Gefässe sind so beschaffen, dass sowohl rapide Abfluss bei Aufrichten, als auch ein starker Zufluss bei Senken des Kopfes verhindert werden.

Allakinda

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kinda

Hier gibts Weihnachtsgeschenke für den ästhetisch anspruchsvollen Nachwuchs – ein Manifest gegen die Berge an Plastik-Gift-Müll (wie beispielsweise die für den blechernen Teddy reife “Sprechende Modeboutique“)

via 

Bücher mit dem Internet verkaufen

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Da es äusserst schmerzlich ist, Bücher dem Papiermüll zu übergeben und sich auch der Weg der Bücherverbrennung historisch als gefährliche Sackgasse erwiesen hat, stellt sich in Anbetracht einer steigenden Anzahl von Büchern, die entweder nicht mehr recht gefallen oder gar regelrecht peinlich sind, die Frage: Wie diese vernünftig loswerden?

Neben dem klassischen Real-Worldâ„¢ Flohmarkt liegen als virtuelle Alternative zunächst amazon.de und Ebay auf der Hand, die sich jedoch aufgrund der hohen Gebühren (amazon: 15% Provision plus 1,14€; ebay: 8% und fixe Angebotsgebühr) sowie einem extremen Überangebot als nachteilhaft erweisen.

Als nächstes gibt es verschiedene Dienste (z.B. regalfrei.de, momox.de, buchankauf24.de) die alle nach folgendem Prinzip funktionieren:

  1. ISBN erfassen
  2. Angebot für das Buch bekommen und akzeptieren
  3. Nach Erreichen eines Mindestverkaufserlös die Bücher verpacken und versenden
  4. Kohle kassieren

Die Preise, die sich hier erzielen lassen sind allerdings in der Regel erbärmlich und schwanken von Anbieter zu Anbieter erheblich. Beispielsweise gibt es für “Der Vorleser” von Bernhard Schlink bei regalfrei.de 0,14€, bei momox.de 0,46€ und bei buchankauf24.de 1,72€.

Schliesslich gibt es eine Reihe von Portalen zum Verkauf von Büchern. Einige (z.B. antikbuch24.de, buchfreund.de, prolibri.de, guthschrift.com) haben den Schwerpunkt Antiquariat bzw. richten sich eher an professionelle Buchhändler. Andere Portale (wie z.B. booklooker.de, halb.de, abebooks.de)  sind für den Privatanbieter interessanter.

abebooks.de fällt durch seine hohen Gebühren (15€ Einstellgebühr pro Monat) auf. Die anderen beiden Anbieter haben den Praxistest bestanden. Halb.de (ein Service von hood.de, hinter Ebay die Nr. 2 in Deutschland für online-Auktionen) ist aufgrund von Werbefinanzierung völlig kostenlos, wirkt im Angebot allerdings etwas ramschig. Booklooker.de überzeugt durch die hohe Benutzerfreundlichkeit bei moderaten Gebühren (8% Provision). Für den Verkauf eines Buches muss die ISBN erfasst sowie der Zustand und Verkaufspreis festgelegt werden. Alle weiteren Information sind in der Regel vorhanden. Nach Verkauf kann direkt eine entsprechende Internetmarke mit der vorerfassten Lieferanschrift des Käufers ausgedruckt werden. Einfacher geht es nicht.

Meine Wahl fiel daher auf Booklooker.de (auch wenn nichts dagegen spricht, mehrere Portale parallel zu nutzen) und hier ist meine Resterampe:

antiqua_smallNach wenigen Wochen habe ich übrigen erstaunlicherweise bereits das erste Dutzend Bücher verkauft und bin insbesondere die Bücher losgeworden, die ich als absolut unverkäuflich erachtet hätte!

Bei der Gelegenheit bin ich übrigens auf folgende interessante Seiten gestossen: bei tauschzone.de und tauschticket.de kann man alles Mögliche tauschen, ohne dass Geld eingesetzt wird.

Update: Ich wurde mittlerweile noch auf die völlig kostenlose Seite bookya.de hingewiesen, die sich insbesondere an Studenten richtet. Ausserdem kann man mit alten Büchern auch künstlerisches gestalten.

Rente Prost Mahlzeit

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Einer Faustformel von Finanzhaienexperten gemaess, entspricht einem gesparten Betrag von 10.000€ zum Zeitpunkt des Rentenbeginns einer monatlichen Rentenzahlung von 35€ bei einem Rentenbeginn mit 65 Jahren.

Für das Äquivalent einer monatlichen Zahlung ab 65 Jahren, die den Hartz-IV Leistungen inkl. Unterkunftskosten entspricht, ist also für einen heute 35-jährigen (ohne Behinderungen und sonstigen Schnick-Schnack, unter der plausiblen Annahme, dass das staatliche Rentensystem zusammengebrochen sein wird und die Inflation durchschnittlich 2,5% beträgt) im Alter von 65 Jahren eine Ersparnis von 560.000€ erforderlich.

Beruhigend hieran ist, das wir nicht mehr die DM haben. Ansonsten müsste man schon Millionär sein, um sich ein Hartz-IV Einkommen leisten zu können.

Unfriend or Defriend?

Fremdsprachen 2 Kommentare »

Das ist hier die Frage…

Will you, with those infirmities she owes,
Unfriended, new-adopted to our hate,
Dower’d with our curse, and stranger’d with our oath,
Take her, or leave her?

- Shakespeare, King Lear I i

Von Shakespeare noch als Adjektiv benutzt, wird “to unfriend” im Zusammenhang mit facebook & Co. neuerdings als Verb eingesetzt.

To remove someone as a ‘friend’ on a social networking site such as Facebook.

Warum “defriend” als Verb geeigneter wäre, wird im folgenden Video bei ca. 1:49 erörtert.

Zwei Anschlussfragen:

  1. Wie nennen wir “das Kind” auf deutsch? Entfreunden? Abfreunden? Unfreunden? Ausgefreundet?
  2. Wie lautet die deutsche Übersetzung von “Frenemies“? (Sorry, nicht ganz naheliegend, kam mir nur gerade in den Sinn

Quellen:

S’more

Essen und Trinken, Fremde Kulturen Kein Kommentar »

Ich habe gelernt, dass ich bisher das Wesentliche beim Grillen verpasst habe: S’more

A s’more is a traditional campfire treat popular in the United States and Canada, consisting of a roasted marshmallow and a layer of chocolate sandwiched between two pieces of graham cracker. The name “s’more” means “some more”, as in: “give me some more!”.

Der nächste Sommer kommt bestimmt…

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