Heute habe ich gelernt, dass das Licht am Ende des industriellen Tunnels ein entgegenkommender Zug ist. Dies und vieles mehr stand im jüngsten Briefing von trendwatching.com zum Thema Expectation Economy.

“The EXPECTATION ECONOMY is an economy inhabited by experienced, well-informed consumers from Canada to South Korea who have a long list of high expectations that they apply to each and every good, service and experience on offer.

Their expectations are based on years of self-training in hyperconsumption, and on the biblical flood of new-style, readily available information sources, curators and BS filters. Which all help them track down and expect not just basic standards of quality, but the ‘best of the best’.”

Die EE zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sich eine Art “Stellvertreterkonsum” entwickelt hat:

Verbraucherportale-/-blogs-/foren/etc. vermitteln Anwendungsberichte von nahezu allen Produkten und Dienstleistungen weltweit. Der einzelne Konsument muss gar nicht mehr auf seine eigene Erfahrung zurückgreifen, sondern bekommt durch die “consumer intelligence” eine Art passiver Anwenderkenntnis vermittelt.

Für die Industrie bedeutet dies, dass der Konsument der Zukunft (und z.T. auch bereits derjenige der Gegenwart) jederzeit eine relativ genaue Vorstellung dessen hat, was qualitativ hochwertig ist. Das führt so weit, dass Verbraucher (auch wichtige) Anschaffungen verzögern, weil sie genau wissen, dass bald ein besseres Produkt verfügbar sein wird (Beispiel: Apple AirBook).

Und um auf die Eingangsmetapher zurückzukommen: Damit ist der Teil der Industrie gemeint, der diese starke Position der Verbraucher langfristig unterschätzt.