Wackelpudding
Essen und Trinken, Haushalt 14. September 2007Im Zusammenhang Haltbarkeits- und Reifefragen (Schnittblumen und Obst) möchte ich noch eine weitere Entdeckung mit euch teilen:
Desserts verziert man gelegentlich mit Früchten. Soweit noch nicht besonders aufregend. Aber um beim Gelingen von Wackelpudding oder Quarkspeise auf Nummer Sicher zu gehen, sollte man sich ebenfalls mit Enzymen auskennen:
Insbesondere die Enzyme in Ananas und Kiwi sind sehr wirksam. Ananas enthält vor allem Bromelain, Kiwi Actinidin. Diese gehören zur Gruppe der proteolytischen Enzyme, das heißt, dass sie aktiv bei der Spaltung von Eiweißen mitwirken. Für unser Beispiel bedeutet das: sie zersetzen das Protein der Milch bzw. das der Gelatine. Ananas und Kiwi sind allerdings nicht die einzigen Früchte, die diese Wirkung aufweisen. Noch viel wirksamer sind die Enzyme der Papaya (Papain) und der Feige (Ficin). Wenn Sie diese Früchte weiterhin für Nachspeisen, Torten oder als Dekoration von Käseplatten verwenden wollen, blanchieren Sie diese kurz, und die Wirkung der Enzyme wird ausgeschaltet.
Hier nachzulesen. Oder auch auf bestimmten Wackelpuddingsorten.
